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[2] H. REHWALDT / DER KOLLEKTIVSTAAT – DAS ZIEL ROM-JUDAS

„Das Rasseerbgut des Deutschen fordert größte persönliche Freiheit in den Dingen des Glaubens und der Kultur. Das Gotterleben im Deutschen ist absolut persönlich und frei und verträgt keinerlei Fesseln und Kerkermauern. Aber auch politisch erträgt der Deutsche jeden Zwang nur mit äußerstem Widerwillen und auf Kosten seines Gotterlebens, da sein ausgeprägter Gottesstolz durch fortgesetzten Druck gebrochen wird. In wirtschaftlicher Hinsicht fordert die Deutsche Volksseele eine durch sittliche, volkerhaltende Grenzen eingeschränkte Freiheit der Initiative und lehnt jede Bevormundung als demütigend ab. So würde das Kollektiv für das Deutsche Volk noch schneller tödlich wirken als bei der Mehrzahl der oben behandelten Völker.

Deshalb sind wir freie Deutsche schärfste Gegner des Kollektivgedankens in seiner Anwendung auf das Deutsche Volk. Deshalb bekämpfen wir aber nicht minder scharf die unsittliche, ungehemmte Freiheit des Liberalismus, die sich über alle Grenzen der Volkerhaltung in krassestem Individualismus hinwegsetzt und so hemmungloses Schwelgen in allen Genüssen auf der einen Seite und restlose Ausplünderung und nameloses Elend auf der anderen Seite zeitigt. Beide Systeme, der Liberalismus wie das Kollektiv, sind Waffen der überstaatlichen Mächte, die ihnen die Erreichung des Endzieles, der ungehinderten Weltherrschaft, erkämpfen sollen. Durch den Liberalismus zerstörten Rom und Juda, unterstützt durch die christliche Lehre und die Okkultverblödung, die ehedem bestehende Einheit von Blut, Glauben, Kultur und Wirtschaft in den Völkern, schafften künstlich Klassengegensätze, die letzten Endes nicht in der Natur der Dinge, wie Marxisten behaupten, sondern eben nur in der geistigen Entrassung der Völker wurzeln, enteigneten Teile der Völker, die Schaffenden, und stürzten das gesamte völkische Leben, kulturell wie wirtschaftlich, in einen Zustand der Anarchie, die den Völkern so unerträglich wurde, daß sie sich nach einer Änderung der Verhältnisse sehnten.

Und als der Boden dazu genügend vorbereitet war, zeigten sie den Völkern den Zwangsstaat als das Alleinheilmittel. Der hemmunglosen Freiheit der liberalistischen Zeit überdrüssig, greifen zahlreiche Völker nach diesem neuen mittel, ohne zu erkennen, welche Gefahren für die Volksseele und die Volkserhaltung es in sich birgt. Gegensätze ziehen sich an, sagt man im Volke. Und so sehnen sich gerade die Völker, die am hemmunglosesten die „Freiheit“ des liberalistischen Zeitalters , dessen prächtigster Vertreter u. a. die Weimarer Republik war, nach „eiserner Zentralgewalt“, nach „autoritärem Staat“, nach einer „tatkräftigen“ Regierung, nach „Ordnung“. Und die Überstaatlichen nutzen dieses Sehnen in ihrem Sinne aus, indem sie sich dieser Begriffe bemächtigen, ihnen, um das völkische Wollen abzufangen, einen geheimen, okkulten Sinn unterschieben.

Die Errichtung der einzelnen Kollektivstaaten ist nicht das Endziel der Überstaatlichen. Sie ist nur ein Übergangsstadium zum Weltkollektivstaat, um dessen Oberherrschaft Rom und Juda mit ihren Hörigen und Hilftruppen noch einen erbitterten Kampf werden führen müssen. Sie führen ja auch jetzt schon diesen „Nibelungenkampf“, den Kampf der Dunkelmächte, unter der Oberfläche. Und die Völker dürfen nicht vergessen, daß alle diese Kämpfe auf ihre Kosten, mit ihrem Blut ausgefochten werden.“ Weiterlesen

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[1] H. REHWALDT / DER KOLLEKTIVSTAAT – DAS ZIEL ROM-JUDAS

„Entgegen der üblichen Vorstellung ist das Kollektiv kein rein wirtschaftlicher Begriff. Das wirtschaftliche Kollektiv kann nur auf weltanschaulicher Grundlage entstehen, auf dem geistigen Kollektiv. Es ist deshalb kein Zufall, daß alle Priesterreiche eine kollektivierende Religion hatten. Die macht- und geldgierige Priesterschaft wußte um die „Einheit von Glauben und Wirtschaft“ und leitete die wirtschaftliche Enteignung des Volkes durch entsprechende geistige Vorbereitung ein.“,

„Das Wesen des Kollektivs ist die geistige und wirtschaftliche Uniformierung des Menschen als eines mechanistischen Gliedes des Ganzen. Der einzelne Mensch im Kollektiv ist nichts als ein seelenloses Rädchen der Maschine, ohne Initiative, ohne Persönlichkeitwert, ohne eigenes geistiges Leben, ohne persönliche Freiheit und letztlich auch ohne Eigentum. Das Ganze – in Wirklichkeit die Führung des Staates, welcher Art sie auch sei – ist das Primäre, das Maßgebende, der Selbstzweck. Der Mensch, der Untertan, ist lediglich dazu da, damit dieses Ganze bestehen kann. Die verschiedenen Arten des Kollektivs, wie sie in der Geschichte bestanden und noch bestehen, wie sie „wissenschaftlich fundiert“(Karl Marx, „Kommunistisches Manifest“) oder als „Offenbarung Gottes“ gepredigt (Augustinus, „De Civitate Dei“, die Enzyklika „Quadragesimo anno“ des Papstes Pius XI.) werden, weisen Unterschiede lediglich in dem Grad der Kollektivierung, d. h. der geistigen und wirtschaftlichen Enteignung des Menschen auf.“,

„Es dürfte manchem Leser überraschend vorkommen, daß wir die „marxistische“ Weltanschauung mit der „christlichen“ bei unserer Betrachtung auf gleiche Stufe stellen. Man ist gewohnt, zu hören, daß sich das „Christentum“, namentlich der Katholizismus, in schärfsten Gegensatz zum „Marxismus“ stelle. Daß dieser Gegensatz auf machtpolitischem Gebiet tatsächlich besteht, ist nicht zu bestreiten. Aber das ändert nichts daran, daß in ihrem Wesen die von Augustinus und dem heutigen Papst Pius XI. gepredigte Staatsordnung mit der in dem „Kommunistischen Manifest“ gezeichneten verwandt ist.“,

„Die Kollektivierung der Völker ist das Ziel der überstaatlichen Mächte, Roms wie Judas. Aus ihrem Glauben heraus verfolgen sie dieses Ziel, die Errichtung eines Weltkollektivstaates, bevölkert von einem rasselosen Menschenbrei, der in dem einem Falle „katholische Rasse“, wie sich einmal einer der Führer der katholischen Aktion ausdrückte, in dem anderen „eurasisch-negroide Rasse“, die nach Br. Graf Coudenhove Kallerghi von den Juden als neuem Adel von Gottes Gnaden geführt werden soll, heißt. Über die Oberherrschaft über diesen Menschenbrei im Weltkollektivstaat sind sie sich untereinander allerdings nicht einig, woraus der scharfe Konkurrenzkampf der beiden überstaatlichen Mächte gegeneinander entsteht.“,

„Das Wesen des Kollektivstaates bedingt, daß er unter Umständen, soweit die Entwicklung in Richtung zum Menschenbrei noch nicht weit genug vorgeschritten ist, auch „national“ sein kann, jedoch niemals „völkisch“, da dieser letztere Begriff ein Greuel für die Schöpfer des Kollektivstaates sein muß. Ein völkischer Staat ist der lebendige Ausdruck des Selbsterhaltungwillens des Volkes, da er die hohe Aufgabe hat, die von Gefahren umdrohte Volksseele vor dem Untergang zu bewahren, sie zu erhalten und zu pflegen. In Erfüllung dieser hohen Aufgabe achtet der völkische Staat die im Rahmen des Sittengesetzes ungehemmte Freiheit des Glaubens und der Gedanken. Den Schöpfern des Kollektivstaates geht es aber gerade darum, die Volksseele zu ersticken und das Volk dann in den Menschenbrei zu führen. Der Kollektivstaat ist dazu in höchstem Grade befähigt, da der Zwang die Volksseele erstickt und sie bei genügender Zeitdauer mordet, wie die Geschichte uns zeigt.“ Weiterlesen

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[18] R. C. DARWIN / DIE ENTWICKLUNG DES PRIESTERTUMS UND DER PRIESTERREICHE

[Zur besseren Indizierbarkeit sei hier auch noch das Register des Buchs veröffentlicht. Die Seitenzahlen beziehen sich auf die der originalen PDF-Datei, die in Beitrag 1 verlinkt ist, Anmerkung der Digitalisierung, also des Blogbetreibers] Weiterlesen

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[17] R. C. DARWIN / DIE ENTWICKLUNG DES PRIESTERTUMS UND DER PRIESTERREICHE

„„Mit der Durchsetzung dieses Gedankens erreichte das Papsttum den Höhepunkt seiner Macht. Es hatte für seine Inhaber eine alles bisherige Menschentum überragende Sonderstellung geschaffen, wie eine gleiche weder ein absoluter Kaiser, noch die Inkas des südamerikanischen Priesterreiches Tahuantinsuyu, noch die Lamas des Priesterreiches Tibet, noch die Mikados Japans jemals besaßen. Es war“, wie Professor Heinrich Wolf in seiner „Kirchengeschichte“ treffend bemerkt, „die Vergottung des höchsten Kirchenfürsten“.“,

„Wie bereits im Vorwort dieses Buches gesagt wurde, kam die Erkenntnis, daß Wissen Macht bedeute, zuerst jenen Schamanen, die infolge schärferen Beobachtens der in der Natur sich abspielenden Vorgänge und durch schlaues Ausnützen dieser Kenntnisse einen gewaltigen Einfluß über ihre dümmeren und abergläubischen Stammesgenossen erlangten. Da ihnen hierdurch Vorteile aller Art zuflossen, ja, sogar eine Sonderstellung eingeräumt wurde, so mußten sie folgerichtig darauf bedacht sein, ihre Stammesgenossen in immerwährender Unwissenheit zu erhalten; hätte doch jede denselben zuteil werdende Aufklärung eine Abnahme des eigenen Ansehens und der damit verbundenen Vorteile bedeutet. In früheren Abschnitten dieses Buches wurde auch nachgewiesen, daß die Schamanen und Fetischpriester solche Personen, welche die Macht der Schamanen oder die Echtheit ihrer angeblichen Wunder anzuzweifeln wagten, entweder auf geheimnisvolle Weise verschwinden ließen oder sich ihrer gelegentlich der Gottesgerichte entledigten.

Aus genau den gleichen Gründen und in genau der gleichen Weise verfuhren sowohl die Priester des Altertums wie des Mittelalters. Stets bemüht, die ihrem Einfluß unterstehenden Völker in Unwissenheit und im Bann des Aberglaubens zu halten, beseitigten sie alle Personen, die ihren Lehren, ihrem Ansehen und ihrer Machtstellung irgendwie gefährlich wurden. Nach Tausenden und aber Tausenden zählen die Männer, die ihren Drang nach Wissen und nach Erkenntnis, ihr Streben nach Wahrheit und ihre frei verkündigten Ansichten über das Wesen der Gottheiten und die großen Rätsel des Daseins mit dem Leben bezahlen mußten.“,

„Als die gefährlichsten Gegner jeder von der ihrigen abweichenden Meinung erwiesen sich aber doch die Priester der christlichen Kirche. Schon während der ersten Jahrhunderte des Bestehens der christlichen Sekte vernichteten die Kirchenväter planmäßig alle Handschriften und Bücher, die wegen der in ihnen niedergelegten Ansichten vom allein wahren Glauben abwichen und darum als „häretisch“ oder ketzerisch betrachtet wurden.“,

„Überblicken wir den Werdegang der Menschheit, so ist nicht zu verkennen, daß die schlimmsten Hemmnisse zu ihrem Fortschritt und Aufstieg in der steten Bevormundung und absoluten Intoleranz jener Priester bestanden, die aus selbstsüchtigen Absichten die Wissenschaften als ihr Alleingut betrachteten, die Völker aber jahrtausendelang im Bann des Aberglaubens hielten, um sie zu beherrschen und widerstandslos ausbeuten zu können. Wie sie jede freie Geistesregung, jede von ihren Lehren abweichende Glaubensform gewaltsam zu ersticken suchten, so geht auch heute noch ihre Forderung dahin, daß ihnen die volle Herrschaft über das gesamte Unterrichtswesen überlassen bleiben müsse, damit die Erziehung der heranwachsenden Geschlechter ganz in ihrem Sinne geschehe.“,

„Bildung macht frei! Jene Völker und Staaten werden die freiesten sein und die größte Zukunft haben, welche die besten Schulen und Universitäten besitzen und ihren Wissenschaftlern volle Freiheit des Denkens und Lehrens gewähren. Es wird und muß die Zeit kommen, wo solche „Ritter vom Geiste“ an Stelle der Priester treten und ihr Wissen frei und ungehindert der Menschheit übermitteln werden. Nicht gekennzeichnet durch Tonsur, Stola oder Talar, nicht getrieben von Habgier und Herrschsucht, nicht geknebelt durch Syllabus und Modernisteneide, werden sie aller Welt das echte Evangelium verkünden, den Geist der Duldung und wahren Nächstenliebe. Mit ihrem auf Erkenntnis beruhenden reichen Wissen werden sie der Menschheit den Frieden bringen und so wirkliche Befreier, wirkliche Erlöser werden. Und wenn es gilt, die Schönheiten und Wunder der Natur, die Allgewalt ihrer Gesetze zu preisen, so werden sie auch stets echte, von der Wahrheit ihrer Lehren überzeugte Priester sein.“ Weiterlesen

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[16] R. C. DARWIN / DIE ENTWICKLUNG DES PRIESTERTUMS UND DER PRIESTERREICHE

„Geht man tiefer auf die Geschichte der ehemals spanischen und portugiesischen Länder Mittel- und Südamerikas ein, so ist unschwer zu erkennen, daß es dem katholischen Klerus auch hier in erster Linie darum zu tun war, Macht und Reichtum zu gewinnen. Um die Bekehrung der Eingeborenen zum Christentum erfolgreich durchführen zu können, wurden diese nach ihrer Unterwerfung sowohl den in die Länder einrückenden und zu Großgrundbesitzern gemachten spanischen Adelsfamilien sowie den geistlichen Orden und Bischöfen zugeteilt und deren „Schutz“ unterstellt, damit sie umso sicherer für das Christentum gewonnen werden möchten. Dieser „Schutz“ deckte sich aber keineswegs mit dem Begriffe des Wortes; denn in Wirklichkeit wurden die Indianer allüberall in ein Hörigkeitssystem gezwungen, das sich von tatsächlicher Sklaverei kaum unterschied. Es war eine Wiederholung jenes Fronsystems, das während des 14., 15. und 16. Jahrhunderts die aufs rücksichtsloseste ausgebeuteten Bauern der Länder Europas zu ihren häufigen Aufständen gegen die Edelleute und das Priestertum getrieben hatte. Wie dort, so verfielen auch hier die Widerspenstigen nicht nur schärfster Züchtigung, sondern sie wurden auch mit jenen grauenhaften Torturen bedroht, welche die nach der Neuen Welt übertragene Inquisition für unbotmäßige Heiden zu verordnen liebte.“,

„Der bereits erwähnte Bischof Las Casas hat uns den letzten Ausspruch eines Indianerhäuptlings Hathucci überliefert, der, um den Bedrückungen der Spanier zu entgehen, von Espanola nach Kuba geflohen war. Dort wurde er gefangen und zum Feuertode verurteilt. Ein Franziskanermönch nahte sich dem bereits an den Pfahl Gefesselten, um ihn vor der Hinrichtung noch zur Annahme der Taufe zu bewegen, da er dann in den Himmel eingehen werde, wo ewige Freude herrsche. Wolle er sich nicht zum heiligen Glauben bekennen, so werde seine Seele in die Hölle fahren und ewige Pein erleiden. Nachdem der Indianer sich einen Augenblick bedacht hatte, richtete er an den Mönch die Frage, ob die Spanier in den Himmel kämen. Als dies der Mönch bejahte, entgegnete der Häuptling ohne Zögern, er verlange nicht nach dem Himmel, sondern wolle lieber zur Hölle fahren, anstatt an einen Ort zu kommen, wo er aufs neue mit Spaniern zusammentreffen müsse!“,

„Daß auch in Amerika der Katholik in erster Linie dem Papst Gehorsam schulde, wurde bereits im 18. und 19. Jahrhundertgepredigt, seitdem aber auch wiederholt in der nachdrücklichsten Weise betont. So insbesondere auf einem im Jahre 1884 in Baltimore abgehaltenen Konzil der amerikanischen Kirchenfürsten. Sowohl hier wie auch in einem im Jahre 1886 in Baltimore erlassenen kanonischen Gesetz wurde hervorgehoben, daß der Gehorsam gegen eine weltliche Regierung erst an zweiter Stelle komme, und daß keine einer Regierung geleisteten Eide gehalten zu werden brauchten, welche den Interessen der Kirche zuwiderliefen. Solche Eide seien nicht als wirkliche, bindende Eide, sondern als falsche Eide anzusehen. „Wir müssen lernen,“ so lautete es in dieser Vorschrift, „daß wir zuerst Katholiken und dann erst Bürger sind. Wie Gott über den Menschen steht, so steht die Kirche auch über dem Staat!““,

„Gegenüber diesem bis in die kleinsten Einzelheiten fest geschlossenen und wohlgedrillten Heer des Katholizismus bieten die vielen nichtkatholischen Bekenntnisse in den Vereinigten Staaten das Bild jämmerlicher Zersplitterung. In hunderte Sekten und Sektchen geteilt, die in armseligen Haarspaltereien einander befehden, werden sie von dem Katholizismus langsam, aber sicher weggeschwemmt. Dieser Prozeß wird dadurch erleichtert, daß viele der nichtkatholischen Durchschnittsamerikaner dem Vordringen der römischen Macht mit einer geradezu naiven Harmlosigkeit gegenüberstehen. Der Glaube an die Unerschütterlichkeit der Bundesverfassung ist so fest in ihnen gewurzelt, und sie bilden sich so sehr ein, Amerika mache eine Ausnahme von der Regel, wonach Religionsfreiheit und souveränes Priestertum nicht nebeneinander bestehen können, daß sie es gar nicht für möglich halten, jemand könne ernstlich die Absicht haben, diese heilige Bundesverfassung umzugestalten. Daß aber der Zeitpunkt im Anzug ist, wo die katholische Kirche der amerikanischen Regierung über den Kopf gewachsen sein und wo sie mit den weitestgehenden Forderungen hervortreten wird, läßt sich fast mit mathematischer Gewißheit berechnen.“ Weiterlesen

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[15] R. C. DARWIN / DIE ENTWICKLUNG DES PRIESTERTUMS UND DER PRIESTERREICHE

„Vertieft man sich in das Studium der hauptsächlich auf das Papsttum zurückzuführenden unglückseligen politischen und wirtschaftlichen Zustände Europas während des 13., 14. und 15. Jahrhunderts, so kann man sich gegen die Wahrnehmung nicht verschließen, daß die damalige christliche Welt auf dem besten Wege war, auf ein ebenso niedriges Niveau herabzusinken, auf dem Tibet, das asiatische Priesterreich der Lama, sich noch heute befindet. Wie dort die Lage der von seinen Priestern ausgebeuteten und in grauenhaftester Unwissenheit gehaltenen ländlichen Bevölkerung eine geradezu klägliche ist, so damals in den Ländern der Christenheit. Was war beispielsweise aus jenem von Tacitus in so begeisterten Worten geschilderten Edelvolk der Germanen im Lauf der Zeit unter der Herrschaft des Krummstabs geworden! Die Mehrheit seiner einst die Freiheit über alles liebenden und auf eigenen Höfen sitzenden stolzen Männer war zu Leibeigenen herabgesunken, die sich den Geboten der sie beherrschenden großen Grundherren, der Markgrafen, Grafen, Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte fügen mußten. Sie, die sich in alten Zeiten ihre Heerführer selber erkoren hatten, wurden nun von Königen regiert, die sich nicht nur durch die Päpste oder deren Stellvertreter krönen ließen, sondern ihnen auch die Füße küßten, gelegentlich die Steigbügel hielten und ähnliche Stallknechtdienste verrichteten.“,

„Am Ende des Mittelalters war in Deutschland der freie Bauernstand fast ganz verschwunden. Die übergroße Mehrheit der Deutschen bestand aus besitzlosen Leibeigenen, die infolge der ihnen unablässig vorgehaltenen Schreckbilder eines Fegfeuers, einer von unzähligen Teufeln bevölkerten Hölle und eines Jüngsten Gerichts um ihren klaren Verstand gebracht worden waren und sich einreden ließen, daß es nötig sei, ihr Seelenheil durch beständige Zehntenabgaben, Ablaß- und Messegelder zu sichern. Diese Abgaben wurden aber nicht freudig geleistet, sondern mit haßerfülltem Herzen. Wer die Chroniken, Streitschriften und Spottgedichte des 15. und 16. Jahrhunderts zur Hand nimmt, stößt gar zu oft auf bittere Beschwerden wegen endloser Bedrückungen, deren sich nicht nur die Fürsten und Edelleute, sondern insbesondere auch die Priester gegen das Volk, gegen die Bauern schuldig machten.“,

„Sowohl in Frankreich wie in England verband sich mit ihrer Mißstimmung über die armselige wirtschaftliche Lage grimmiger Haß gegen die geistlichen Tyrannen, welche die Landbevölkerung allüberall in einen lebenslänglichen Frondienst gezwungen hatten. Die ersten Unruhen entbrannten in England. Wie in den deutschen Landen, so hatte auch hier der Klerus es verstanden, sich in den Besitz von einem Drittel alles Grundeigentums zu setzen. Zudem hatten die Päpste sämtliche einträglichen Kirchenämter mit Italienern bekleidet, mit Günstlingen, die auf diese Weise für geleistete Dienste entlohnt wurden[Mit der Besetzung solcher Kirchenämter durch Italiener suchten die Päpste auch noch eine weitere Absicht zu verwirklichen. Sie planten, im Lauf der Zeit sämtliche christlichen Länder zu romanisieren und die heimischen Volkssprachen durch die lateinische Sprache zu verdrängen. Daß sie mit der Verwirklichung dieses Gedankens auf dem besten Wege waren, beweist die Tatsache, daß Latein nicht nur in allen Kirchen, Universitäten und Schulen die bevorzugte Sprache geworden war, sondern daß auch seit Jahrhunderten sämtliche Urkunden, sowie viele Chroniken und andere Werke von Wichtigkeit in dieser Sprache abgefaßt wurden.]. Wie allerorten, so gaben diese Römlinge durch ihr unmoralisches, verschwenderisches Leben, durch die dem Volk gegenüber angewendeten Erpressungen auch hier beständig Anlaß zu Beschwerden.“,

„Daß der Haß des für jedes christliche Empfinden abgestumpften, nur auf die Erhaltung seiner Macht und Einkünfte bedachten Papsttums sich auch gegen Deutschland, den Ausgangspunkt und Hauptsitz der Reformationsbewegung, wendete, war selbstverständlich.“,

„Von 1618 bis 1648 während, bildet dieser „Dreißigjährige Krieg“ einen der schauerlichsten Abschnitte der Weltgeschichte. Seinen Verlauf zu schildern ist an dieser Stelle unnötig, dagegen ist es durchaus am Platze, auf seinen Ausgang näher einzugehen, damit das heutige Geschlecht eine Lehre daraus ziehen möge, wohin törichter, durch machtgierige Priester erzeugter und beständig wachgehaltener Glaubenshaß eine von religiösen Wahnideen beherrschte Menschheit führen mag. —“

„Überblickt man die in Europa während des 18. Jahrhunderts herrschenden kulturellen Zustände, so ist zu erkennen, daß in allen Ländern, wo die von Wyclif, Luther, Calvin und deren Nachfolgern verkündigten Lehren Eingang gefunden und Wurzel geschlagen hatten, die religiöse Freiheit und Duldung immer weitere Fortschritte machte und zum Aufstieg und zur Fortentwicklung jener Länder außerordentlich beitrug, daß dagegen in den streng katholisch gebliebenen Ländern Italien, Spanien und Portugal alles wissenschaftliche Leben aufgehört hatte, dagegen die religiöse Unduldsamkeit sich beständig steigerte, die Bevölkerung im Bann- des Aberglaubens verharrte und völlig unfähig wurde, der Zunahme des am Mark der Länder zehrenden Mönch- und Priestertums zu wehren.“ Weiterlesen

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[14] R. C. DARWIN / DIE ENTWICKLUNG DES PRIESTERTUMS UND DER PRIESTERREICHE

„In einem früheren Abschnitt wurde gezeigt, daß die Schamanen und Fetischpriester mancher Naturvölker es bereits verstanden, ihren eigenen selbstsüchtigen Wünschen das ganze Dasein ihrer Stammesgenossen von der Geburt bis zum Tode derart zu unterwerfen, daß dieselben beständig zu allerhand Abgaben an Vieh, Getreide, Früchten und anderen Erzeugnissen gezwungen waren. In gleicher Weise verfuhren die Priester des Christentums. Für jede von ihnen verrichtete Handlung, für die Taufe der Neugeborenen, für den Unterricht der Kinder, für ihre Aufnahme in den Kreis der Erwachsenen, für die beim Eintritt in die Ehe erfolgende Trauung, für geistlichen Beistand in Krankheits- und Sterbefällen, für die Einsegnung und Bestattung der Hingeschiedenen sowie für das Lesen der Totenmessen zur Befreiung der Verstorbenen aus dem Fegfeuer waren stets bestimmte Zahlungen zu leisten, die auch von den Ärmsten erhoben wurden und bis auf den heutigen Tag erhoben werden.“,

„Um die Menschen auch beständig zu Vermächtnissen und frommen Stiftungen geneigt zu machen, wurde in ihnen die Angst vor dem Tode unablässig wachgehalten, zu diesem Zwecke wohl auch das Stoßgebet eingeführt: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitt‘ für mich in der Stunde meines Todes! Amen!“ —“,

„Zu den von den Päpsten angewendeten Mitteln, sich und der Kirche die gesamte christliche Welt tributpflichtig zu machen, gehörten auch die schon im Jahre 1215 durch Innozenz III. allgemein angeordnete Ohrenbeichte und das damit verbundene Ablaßwesen.“,

„Jede Darstellung des christlichen Priestertums des Mittelalters wäre unvollständig, die es unterließe, auch auf den von ihm großgezogenen Hexenwahn und die damit verbundenen Hexenprozesse einzugehen, die neben den der gleichen Zeit angehörenden Ketzerverfolgungen ohne Frage die schwärzesten Kapitel in der Geschichte der Menschheit bilden. Fragt man, wie dieser Hexenwahn entstehen und eine so verhängnisvolle Verbreitung gewinnen konnte, so ist zunächst darauf hinzuweisen, daß bei allen orientalischen Völkern die Frauen von jeher eine sehr untergeordnete Stellung einnahmen. Sie waren wenig, mehr als die notwendigen Werkzeuge zur Fortpflanzung und Befriedigung der Sinnlichkeit, obendrein bis zur letzten Möglichkeit ausgenützte Arbeitstiere.“,

„Auch in die christliche Kirche drang diese Geringschätzung der Frauen ein, ja, steigerte sie noch zu fast feindseliger Verachtung. War es doch ein Weib gewesen, das vom Teufel dazu benützt worden war, Adam zum Ungehorsam gegen Gott zu verleiten, was weiterhin zur Vertreibung aus dem Paradiese und zur Belastung aller nachfolgenden Geschlechter mit dem Fluch der Erbsünde führte. So wenig die Stifter der christlichen Kirche das vergessen konnten, so wenig wollten auch die späteren Priester dieser Kirche dulden, daß eine Frau sich an irgendeiner gottesdienstlichen Handlung tätig beteilige, sich dem Altar nähere oder gar in der Kirche das Wort ergreife.“,

„Als mit derartigen Anschauungen behaftete christliche Priester und päpstliche Legaten während des fünften und sechsten Jahrhunderts an den Höfen der germanischen Könige erschienen, mußten sie zu ihrer Überraschung erkennen, daß im Leben der germanischen Völker den Frauen seit Urzeiten eine ungleich höhere Stellung als bei den Orientalen eingeräumt war. Was Tacitus einst an den Germanen gerühmt hatte, traf immer noch zu: das Weib war dem Gatten eine gleichwertige, treue Genossin in allen Mühsalen und Gefahren, eine Kameradin, die im Frieden wie im Kriege alles mit ihm wagte und teilte, darum auch geschätzt und hochgehalten wurde. Frauen spielten sogar im religiösen Glauben der Germanen eine hochbedeutsame Rolle.“ Weiterlesen

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